Oberösterreich

Ein Bundesland der Republik Österreich ist Oberösterreich (alter Name Erzherzogtum Österreich ob der Enns). Oberösterreich grenzt an Deutschland, an Tschechien, an Niederösterreich, an die Steiermark und an Salzburg. Es ist mit einer Fläche von 12.000 km² und 1,4 Millionen Einwohnern das viertgrößte Bundesland.
Traditionell wird Oberösterreich in vier Teile eingeteilt, das Hausruckviertel, das Innviertel, das Mühlviertel und das Traunviertel.
Die Viertel in Oberösterreich haben heute neben ihrer volkstümlich-identitätsstiftenden Bedeutung nur mehr den Zweck, Wahlkreise zu definieren.
Der Bereich zwischen den Städten Linz, Eferding, Wels, Steyr und Enns gelten heutzutage als Zentralraum von Oberösterreich.

Umwelt

In freier Natur wurden in Oberösterreich bisher 75 Arten von Säugetieren festgestellt. Manguste und Nutria sind hierbei Gefangenschaftsflüchtlinge, Mufflon und Alpenmurmeltier wurden in Oberösterreich ausgesetzt. 361 Vogelarten wurden in den letzten 100 Jahren im Gebiet nachgewiesen, jedoch viele nur ein einziges Mal. Auch von sieben Schwanzlurchen, zwölf Froschlurchen und elf Reptilien nutzen Oberösterreich als Lebensraum.

Religion

Christlich geprägt sind die Oberösterreicher: Der römisch-katholischen Kirche gehören etwa drei Viertel der Menschen an, etwa 55.000 Personen sind Angehörige der evangelisch-lutherischen Kirche.
Bevölkerung
Etwa 7,2 % der Bevölkerung sind ausländische Staatsbürger. Die Mehrheit stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien, außerdem gibt es große türkische Bevölkerungsgruppen, aber auch viele Staatsbürger aus dem angrenzenden Bundesdeutschland.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Es bestehen derzeit in Oberösterreich vier historische Gartenanlagen, die seit dem 1. Jänner 2000 in die rechtliche Kompetenz des Bundes fallen und unter Denkmalschutz gestellt wurden. Der Park der Kaiservilla in Bad Ischl, die Gartenanlage der Villa Toscana in Gmunden, der Jugendstilpark am Linzer Bauernberg und der Park von Schloss Neuwartenburg gehören zu den geschützten historischen Garten- und Parkanlagen. Weiters gibt es in Oberösterreich etwa 160 historische Gartenanlagen, insbesondere als Teil von Schlossanlagen. In der Landeshauptstadt Linz sowie in den Zentren der Sommerfrische des 19. Jahrhunderts in Bad Ischl und Gmunden findet man eine besonders hohe Anzahl historischer Parks.
Alle zwei Jahre werden seit dem Jahr 2005 in Oberösterreich Landesgartenschauen veranstaltet. Die Schaffung von Lebensräumen und Grünzonen unter umweltpolitischen und ökologischen Gesichtspunkten in den oberösterreichischen Gemeinden sind die Zielsetzung dieser Landesgartenschauen.

Wirtschaft

Eines der Zentren der österreichischen Industrie ist Oberösterreich. Dabei sind die wichtigsten Branchen die Metallerzeugung (voestalpine, AMAG), der Fahrzeugbau und Zulieferfirmen (BWM-Motorenwerk Steyr, KTM, Bombadier-Rotax, Miba, Reformwerke Wels, Rosenbauer), Chemie und Papier (Lenzing AG, DSM, Papierfabrik Nettingsdorf), Maschinen- und Anlagenbau (Engel, Trumpf Maschinen Austria) und Nahrungsmittel (Berglandmilch, Brau Union, S. Spitz).
Braunkohle wurde im Gebiet des Hausrucks bis 1995 gefördert. Heute existiert allerdings nur mehr ein kleiner Tagebau.
Geringe Mengen Erdöl werden im Alpenvorland gefördert. Bei Puchkirche, Pfaffstätt und Atzbach wird Erdgas gefördert.
Das Salzbergwerk bei Hallstadt hat eine historische Bedeutung. Heute wird auch in Bad Ischl Sole gewonnen und in Ebensee zu Salz verarbeitet.
Kaolin wird bei Tragwein im Tage- und Grubenbau gewonnen.

Linz (Landeshauptstadt)

Die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Oberösterreich ist Linz. Mit 190.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt Oberösterreichs und nach Wien und Graz die drittgrößte Stadt Österreichs. Weiters ist Linz Zentrum des oberösterreichischen Zentralraums und hat eine Fläche von 96 km². Sowohl Gemeinde als auch Bezirk ist Linz, da sie eine Statutarstadt ist. Der Asteroid Linzia ist nach der Stadt Linz benannt.
Mit einer Anzahl von 157.000 Arbeitsplätzen ist Linz die einzige Großstadt Österreichs, die fast doppelt so viele Stellen aufweist, wie die Stadtbevölkerung eigentlich benötigen würde. Dieser enorme Arbeitsplatzüberschuss bewirkt eine dementsprechend hohe Einpendlerrate aus den Umlandgemeinden von Linz.

Religion

Etwa 60 % der Bevölkerung von Linz sind römisch-katholisch. 6,7 % gehören dem Islam an und 4,4 % sind evangelisch.
In den Jahren von 1867 bis 1938 gab es eine kleine jüdische Gemeinde, die in den 1920er Jahren am Höchststand knapp 1.000 Mitglieder zählte – die Mehrheit davon lebte im Stadtteil Urfahr. Allerdings wurden im Jahre 1938 alle Juden vertrieben oder ermordet. Die jüdische Gemeinde zählt heute weniger als 100 Angehörige.
Der Neue Dom, der Alte Dom, die Stadtpfarrkirche, die Wallfahrtsbasilika Pöstlingberg sowie die Pfarr- und die Friedenskirche Urfahr, die Martinskirsche und die Pfarrkirche Ebelsberg sind bedeutende religiöse Einrichtungen.