Essen & Trinken – Spezialitäten in Österreich

Österreich bietet eine Reihe von kulinarischen Köstlichkeiten, die Ihren Gaumen verwöhnen.

Melange

Eine Wiener Kaffeespezialität ist die Melange oder auch Wiener Melange. Die Wiener Melange besteht aus Kaffee, Milch und aufgeschäumter Milch sowie Kakaopulver und hat große Ähnlichkeit mit dem Cappuccino. Meist wird die Melange mit einem etwas milderem Kaffee zubereitet und es werden bevorzugt kandierte Kaffeebohnen verwendet.

Wiener Schnitzel

Die Bezeichnung für ein dünnes, paniertes und gebackenes Schnitzel aus Kalbfleisch ist Wiener Schnitzel. Das Wiener Schnitzel gehört zu den bekanntesten Spezialitäten der Wiener Küche.
Das Wiener Schnitzel geht möglicherweise auf das Costoletta alla milanese in Oberitalien zurück, das ähnlich aus etwas dickeren Koteletts zubereitet wird, und fand im 14. oder 15. Jahrhundert seinen Weg nach Wien.
Für die Zubereitung des Wiener Schnitzels werden etwa vier Millimeter dünne und leicht geklopfte Kalbsschnitzel leicht gesalzen, in Mehl verschlagenem Ei und schließlich in frisch geriebenen Semmelbröseln gewendet. Dabei dürfen allerdings die Brösel nicht angedrückt werden, damit die Panierung trocken bleibt. Anschließend werden die fertig panierten Schnitzel sofort in reichlich Schmalz oder Butterschmalz in einer Pfanne bei 160- 170 Grad goldgelb gebacken. Die Wiener Schnitzel müssen dabei im Fett schwimmen, sonst garen sie nicht gleichmäßig. Wenn das Schnitzel auf der Unterseite goldgelb gebacken ist, wird das Schnitzel gewendet und zu Ende gebraten.
Das Wiener Schnitzel wird traditionell nur mit Häuptelsalat serviert, jedoch sind auch Beilagen wie Petersilerdäpfel, Erdäpfelsalat oder Gurkensalat wie auch Reis verbreitet. Üblich ist auch die Zugabe einer Zitronenscheibe, um die Panierung mit dem Saft zu beträufeln.

Sacher Torte

Die berühmteste Torte der Welt ist die Sacher Torte seit dem Jahre 1832. Das Rezept ist allerdings streng geheim!
Mehr als 300.000 Original Sacher-Torten werden jährlich produziert und von Hand aprikotiert, glaciert und verpackt. Aus reinen Naturprodukten ohne Konservierungsmittel wird die Sacher Torte seit 175 Jahren hergestellt.

Apfelstrudel

Eine traditionelle österreichische Süßspeise, die ursprünglich vor allem in Wien zu finden war, heute aber internationale bekannt ist, ist der Apfelstrudel. 
Bestehen tut der Apfelstrudel aus einer länglichen Rolle aus Strudelteig mit einer Füllung aus zerkleinerten Äpfeln, Zimt, Rosinen und gerösteten Semmelbröseln. Vor allem im Ausrollen beziehungsweise im Ausziehen des Teiges besteht die Kunst der Zubereitung des Apfelstrudels. Der Teig sollte so dünn sein, dass man eine daruntergelegte Zeitung lesen kann.
Am Besten sollte der Apfelstrudel noch warm serviert werden, nachdem er im Backofen herausgebacken wurde. Meist wird er mit Staubzucker überstreut oder mit Vanillesauce, Vanilleeis, Schlagobers oder heißer Vanillecreme serviert.
Möchte man einen besonders saftigen Strudel erhalten, ist Elstar eine der geeignetsten Apfelsorten, generell sollte man saftige, feste und säuerlich-aromatische Äpfel verwenden.

Kaiserschmarrn

Eine Zubereitung aus Palatschinkenteig ist der Kaiserschmarrn, der zu den bekanntesten Süßspeisen der österreichischen Küche zählt.
Er wird aus Mehl, Milch, Eiern und etwas Zucker und Salz zubereitet. Dieser so entstandene Teig wird in einer Pfanne auf mittlerer Hitze in Butter gebacken, bis die Unterseite fest ist. Danach wird er mit einem Kochlöffel oder einem Pfannenwender zerteilt und wiederholt vorsichtig gewendet, bis er fertig ist. Serviert wird er zum Beispiel mit Zwetschkenröster und meist mit Staubzucker bestreut.
Besonders locker wird der Kaiserschmarrn, wenn man den Dotter vom Eiweiß trennt und aus dem Eiklar einen steifen Eischnee schlägt, der anschließend vorsichtig in den Teig untergehoben wird.

Schilcher

Die Bezeichnung eines österreichischen Roséweins ist Schilcher. Der Schilcher wird aus der Traubensorte Blauer Wildbacher gewonnen und darf nur in der Steiermark diese Bezeichnung haben.
Schon 400 vor Christus wurde die Blaue Wildbacher-Rebe wahrscheinlich von den Kelten im Gebiet der heutigen Steiermark sowie der ehemaligen Untersteiermark aus einer heimischen Wildrebe gezogen.
Der  Schilcher wird als zwiebelfarben bis rubinrot, mit feinzartem Bukett, mit lebendigem, frischen, frischen, fruchtigen, feinsäuerlichen, harmonischen und trockenen Geschmack beschrieben.
Sortenschutz genießt der Schilcher. Es dürfen nur Weine als Schilcher deklariert und verkauft werden, die zu 100 % aus der Blauen Wildbacher-Traube gekeltert werden und ausschließlich in der Steiermark gewachsen sind.
Als Spezialität wird der Schilcher auch zu Schilchersturm, Sekt oder Grappa verarbeitet.